Der Cluster-Kopfschmerz äußert sich durch attackenartig auftretende, oft sehr starke einseitige Kopfschmerzen, die zeitlich gehäuft auftreten.
Welche Beschwerden treten beim Cluster-Kopfschmerz auf?
Meist handelt es sich um kurze sehr intensive Schmerzattacken. Die Schmerzen treten einseitig und oft im Bereich hinter dem Auge auf. Zum typischen Cluster-Kopfschmerz gehören auch Beschwerden, wie Augentränen, Naselaufen und Lidschwellung. Die Kopfschmerzattacken treten bis zu 8-mal täglich auf und halten typischerweise 15-180 Minuten an. Betroffene berichten oft über eine Unruhe und eine nächtliche Häufung der Kopfschmerzattacken. Der Betroffene steht dann auf und läuft umher.
Die Attacken treten über mehrere Wochen oder Monate gehäuft auf. Dann wieder sind die Betroffenen über Monate oder Jahre beschwerdefrei, bis es wieder zu Kopfschmerzattacken kommt.
Wie wird ein Cluster-Kopfschmerz festgestellt?
Zunächst ist eine ausführlichen Anamnese und eine neurologischen Untersuchung wichtig. Treten die Beschwerden erstmals auf; sollte auch eine Schnittbildgebung des Gehirns erfolgen, um eine organische Ursache auszuschließen. In seltenen Fällen kann auch eine Untersuchung des Nervenwassers erforderlich sein, um eine entzündliche Erkrankung auszuschließen. Bei entsprechenden Beschwerden ist auch eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll.
Wie wird der Cluster-Kopfschmerz behandelt?
Die Behandlung der Einzelattacke und die vorbeugende Behandlung (Prophylaxe) sind zu unterscheiden.
Die einzelne Attacke kann mit der Gabe von 100%igem Sauerstoff über eine Gesichtsmaske behandelt werden. Dies setzt jedoch voraus, dass ein entsprechendes Gerät vorhanden und im Bedarfsfall auch erreichbar ist. Trotzdem sollte jeder Patient mit häufigen Cluster-Kopfschmerzen diese Therapien ausprobiert haben, da bei Wirksamkeit Nebenwirkungen vermieden werden:
Eine weitere effektive Behandlungsmöglichkeit ist die Einnahme eines Triptans, eventuell als Nasenspray.
Um weiteren Kopfschmerzattacken vorzubeugen wird Verapamil als Mittel der ersten Wahl verordnet. Vor der Einnahme muß jedoch ein EKG durchgeführt werden.
Wenn die oben genannten Behandlungen nicht zu einem ausreichenden Erfolg führen, stehen auch andere Medikamente, wie zum Beispiel Cortison, Lithium und Topriramat zur Verfügung.
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